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SensoWeb "moist" - Papier-Feuchtesensor für Papiermaschinen

Flexibel positionierbar dank Faseroptik – verschmutzungsresistent für Pressen- und Trockenpartie.

📋 Die Aufgabe

Die Messung der Materialfeuchte ist für die optimierte Prozesssteuerung in der Papier-, Karton und Zellstoffproduktion von großer Bedeutung: um z. B. die geeignete Restfeuchte für problemlose Auf- und Überführungen einzustellen oder die Entwässerungswirkung der Presse zu steuern.

Dadurch kann auch ein positiver Beitrag zur Energiekostensenkung in den energieintensiven Prozessen in Presse und/oder Trockengruppe erzielt werden.

Für generelle Informationen zu diesem Thema besuchen Sie unseren Ratgeber

📋In-Line Messung der Papierfeuchte in einer Papiermaschine: Messverfahren im Vergleich 

⚠️ Die Praxis-Herausforderungen

  • Hohe Temperaturen: In der geschlossenen Trockenhaube herrschen dauerhaft Umgebungstemperaturen von bis zu deutlich über 100 °C.
  • Hohe Luftfeuchte: Die hohe Luftfeuchte rund um die Papiertrocknung kann die Messergebnissen verfälschen.
  • Weiter Messbereich: Der erforderliche Messbereich reicht von fast trocken bis über 50% nach der Presse.
  • Verschmutzung: Herumwirbelnde Faserpartikel, hohe Luftfeuchtigkeit u.a.m. können sich am Messkopf absetzen und die Messung beeinträchtigen.
  • Unterschiedlichste Einsatzszenarien: Ob Installation innerhalb oder außerhalb der Trockengruppe, im Freien Zug oder mit Hintergrund – die spezifischen Messanforderungen sind sehr unterschiedlich! Eingeschränkter Bauraum oder Zugänglichkeit stellen weitere Herausforderungen dar.

❌ Warum Standard-Sensoren versagen

Herkömmliche optische Sensoren mit integrierter Elektronik halten den thermischen Bedingungen nicht stand, oder nur unter hohen Betriebskosten für die Kühlung. Viele Sensoren sind jeweils nur für einen schmalen Messbereich kalibriert oder tun sich mit hoher Luftfeuchte schwer.

Ausreichender Bauraum, Sicherheitsbedenken (Montage über der Papierbahn), die teils hohe Verschmutzung durch Faserflug sowie eine Messung auf Sieb-Hintergrund sind weitere Bedingungen, die einen Einsatz alternativer Sensoren behindern.

Sensorik Austria - SensoWeb Moist

✅ Die Sensorik Austria Lösung: SensoWeb „moist“

Auf Basis der bewährten Mehrkanaltechnologie bietet Sensorik Austria Kunden in der Papierindustrie spezielle Sensorsysteme zur Feuchtemessung, die auch unter den gegebenen harschen Umfeldbedingungen eingesetzt werden können:

  • Die Sensoren können dank Faseroptik praktisch an beliebiger Position in und außerhalb der Trockengruppe eingesetzt werden.
  • Im Gegensatz zu anderen Systemen wird auch keine Wasserkühlung für den Sensorkopf benötigt.
  • Die heavy duty Faseroptik mit bis zu 15 m Länge ermöglicht die Sensorelektronik in weniger exponierten Stellen zu positionieren.
  • Spezielle Sensorköpfe mit integrierter Luftspülung kommen auch mit hoher Verschmutzung klar.
  • Neu entwickelte Halterungen erleichtern die Positionierung und Ausrichtung des Auslegers mit dem Sensorkopf.
  • Das faseroptische Konzept erlaubt auch die Platzierung mehrerer Sensoren über die Breite der Papierbahn oder auch die Traversierung über die Papierbahn!

Technische Daten

SensoWeb Moist
MessprinzipNahinfrarot
Messbereich0-100 % Feuchtigkeit
Messgenauigkeitproduktabhängig
Auflösung0,1 %
Messzeiteinstellbar
Messabstandapplikationsabhängig, bis 200 mm
LichtquelleIR-LED
DetektorPhotodiode
UmgebungstemperaturSensor bis 50 °C, Sensorkopf bis 200 °C
Spannung24 VDC
Ausgängebis 4 Analog (4…20 mA)
SchutzklasseIP65

🔧Eine Vielzahl an Einsatzszenarien

Je nach Zielsetzung wird SensoWeb „moist“ an unterschiedlichen Positionen der Maschine eingesetzt:

  • In und nach der Pressenpartie

Frühzeitige Erfassung der Restfeuchte vor und nach den einzelnen Press-Gruppen sowie vor Eintritt in die Trockenpartie – wichtig für die Bewertung der Pressenwirkung oder die Vorsteuerung der Dampfzufuhr.

  • In der Trockenpartie (Zwischenmessung)

Überwachung des Feuchteverlaufs über mehrere Trockengruppen, z.B. um die Dampfregelung gruppenweise anzupassen, oder auch um den Prozess des Aufführens des Aufführstreifens zu optimieren.

  • Vor/nach einer Filmpresse (Sizepress)

Erfassung der Restfeuchte vor Filmpresse – wichtig für die Steuerung der Befeuchtung – bzw. nach der Filmpresse/vor Eintritt in die Nachtrockengruppe – wichtig für die Vorsteuerung der Dampfzufuhr der Nachtrockengruppe

  • Vor der Aufrollung / am Maschinenende

Erfassung der finalen Bahnfeuchte als Grundlage für Qualitätsfreigabe und Prozessdokumentation.

  • Traversierend über die Bahnbreite

Zur Erstellung eines Feuchte-Querprofils, das ungleichmäßige Trocknung über die Bahnbreite aufdeckt.

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Häufig gestellte Fragen

Können SensoWeb "moist" Papierfeuchtesensoren innerhalb der Trockengruppe eingesetzt werden?

Ja! Die faseroptischen Sensorsysteme ermöglichen, die elektronischen Teile außerhalb des Heißbereichs zu montieren – an der Messstelle verbleiben nur Metall und Glas.

Die Sensoren erfordern auch keine teure Kühlung, sondern nutzen Spülluft sowohl zur Wärmeabfuhr als auch zur Freihaltung des Sensorkopfes.

Dadurch benötigt das SensoWeb “moist” auch nur sehr geringen Bauraum an der Messstelle und bietet mit den lieferbaren Halterungen höchste Flexibilität zur Montage und optimalen Ausrichtung des Sensorkopfs.

Ja, SensoWeb “moist” Papierfeuchtesensoren können auch bei sehr hoher Feuchte eingesetzt werden, letztlich nach Verlassen der “Nassphase”.

Und dank des geringen benötigten Bauraums können die Sensoren an fast beliebiger Position entlang einer Papiermaschine eingesetzt werden.

Ja, SensoWeb “moist” kann auch auf Siebhintergrund eingesetzt werden.

Nein, dank des speziellen Messverfahrens wird die Beeinflussung durch Luftfeuchte auf ein Minimum reduziert.

SensoWeb “moist” verfügt über eine integrierte Luftspülung, die den Sensorkopf sehr effektiv sauber hält und lange Standzeiten bis zu allfällig notwendigen Reinigungen erlaubt.

Die Faseroptiken (FOC) für SensoWeb “moist” können bis zu 15m Länge betragen.